Projekte 2025
Finn Böhme und Frederik Kleinschmidt die reisenden Musikpädagogen
Akkordarbeit – 100 Tage, 100 Orte
Finn Böhme und Frederik Kleinschmidt führten mit „Akkordarbeit“ 2025 das Projekt „100 Tage – 100 Orte“ in Kiel und Umgebung durch, gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie. Als reisende Musikpädagogen spielten sie Mitmach-Konzerte in sozialen Einrichtungen wie Hospizen, Pflegeheimen, Obdachlosenhilfe, Jugendhilfe und Anlaufstellen, wo Bildungsangebote und kultureller Zugang oft fehlt. Mit Instrumentenkoffern boten sie ein breites Repertoire von Rio Reiser über Udo Lindenberg bis John Denver, inklusive gemeinsamer Musikmachens für alle, besondere Kenntnisse waren dabei nicht von Nöten und auch die unmusikalischsten unter den Anwesenden trauten sich mit zu machen. Ein intensiver Austausch und Zugang musikalisch wie persönlich entstand und neue Netzwerke, Ideen und Freundschaften sind durch dieses Projekt entstanden. In 2026 werden die Zwei mit anderen Partnerschaften in Schleswig-Holstein ähnliche Projekte durchführen und so einen Zugang und die Teilhabe zu sonst Abgeschnittenen sozialen Gruppen schaffen.
Webseite: www.akkordarbeit.org
Presseberichte: Marie-Christian-Heime: Outdoor-Konzert ManuFact; wir-bewegen.sh: Projektbeschreibung
Social Media: Instagram @akkordarbeit_original; [Facebook KN Kiel](https://www.facebook.com/kn.kiel/posts/zwei-m%C3%A4nner-ein-koffer-voller-instrumente-mehr-braucht-es-nicht-f%C3%BCr-ein-konzert ...)
Jedermann Selbstversorger* – Utopien für eine Zukunft ohne Not“
Der Kunstverein Haus 8 organisierte vom 9. Mai bis 9. Juni 2025 eine Ausstellung mit Künstler*innen Sigrun Drapatz, Gerhard Staal, Anne-Katrin Ströh, Paula Oltmann und Florian Wüst im Atelierhaus im Anscharpark. Sie greift Leberecht Migges Konzept von 1918 auf, das Selbstversorgersiedlungen mit Gärten für soziale und ökologische Reformen vorschlägt – umgesetzt im Kieler Grüngürtel und Siedlungen wie Hammer. Am 10. Mai 2025 hielt Paulina Aue von der Fachstelle FARN um 12 Uhr einen Vortrag und Workshop zu rechtsextremen Strömungen in der Ökologie- und Naturschutzbewegung, mit Fokus auf historische Narrative, Motive und Gegenstrategien.
Kiel CREARtiv e.V. führte 2025 den Workshop an zwei Schulen in sozial benachteiligten Stadtteilen – der Gerhart-Hauptmann-Schule in Ellerbek und der Toni-Jensen-Grundschule in Diedrichsdorf – jeweils über zwei dreitägige Blöcke à vier Stunden durch. Künstler*innen Deborah Di Meglio und Kati Luzie Stüdemann leiteten 41 heterogene Kinder mit hohem Migrationsanteil, Lernschwächen und Behinderungen in kreativen Arbeiten, Rollenspielen und der Gestaltung eines Schwungtuches zu Vielfalt, Toleranz, Empathie und Achtsamkeit. Evaluationen zeigten 100% positive Rückmeldungen, weniger Konflikte und mehr Teamgeist; Lehrkräfte erhielten Handouts zur Weiterarbeit.
Kiel Gaming Port e.V. veranstaltete am 8. November 2025 das K-Port 2025 Event im W8 Medienzentrum. Mit K-Pop-Auftritten, Karaoke, Quiz, Just Dance, Workshops, Trading-Ecke, koreanischen Spielen und Mitmachaktionen förderten sie interkulturellen Austausch und Community. Gefördert durch „Demokratie leben!“, mit Partnern wie Förde Sparkasse und Partnerschaft für Demokratie; Tickets ab 10 €, Fokus auf Jugendliche ab 10 Jahren.
ZBBS e.V. und Partner organisierten vom 1. bis 30. November 2025 die Kulturwochen Eritrea in Kiel mit Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen, Konzerten, Kino, Workshops und Kochkursen. Highlights waren die Eröffnungslesung der Autorin Yirgalem Fisseha Mebrahtu am 1. November im Theater im Werftpark, das Gastspiel „Echo aus Eritrea“ am 6./7. November im Schauspielhaus Kiel sowie Töpferworkshops für Kaffeezeremonien. Das Programm sensibilisierte für eritreische Kultur, Flucht, Diskriminierung und Vielfalt durch Beteiligung eritreischer Akteure.
https://kulturwochen-kiel.de/
Die Muthesius Kunsthochschule Kiel organisierte 2025 die „Agora der Demokratie“ als Teil des Kunstprojekts „NUKLEUS Kiel“ auf dem Hof des Kieler Schlosses. Die Partnerschaft für Demokratie nahm hieran teil und ermöglichte durch ihren Beitrag einen reger Austausch mit Netzwerkpartnerinnen aus Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft. Unter Kurator Sven Christian Schuch erkundeten Studierende und internationale Künstlerinnen wie Annika Larsson Themen wie urbane Teilhabe, öffentlicher Raum und demokratisches Miteinander durch Interventionen, Workshops, Filme und Performances. Das Fest förderte Begegnungen, Diskurse und künstlerische Experimente zur Stärkung der Demokratie in Kiel.
„Es fühlt sich hier heute an, wie ein Klassentreffen der Demokratieschaffenden“ sagte eine NetzwerkpartnerIn und genauso nahmen auch wir dies wahr. Leider mit wenigen BesucherInnen außerhalb unserer „Bubble“. Woran dies nun lag und liegt und wie wir in Zukunft eine breitere Zivilgesellschaft erreichen und mit diesen entspannt ins Gespräch kommen können, erörterten wir nicht nur direkt an dem Tage vor Ort sondern auch in vielen kleinen Nachgesprächen. Wir bedanken uns daher ausdrücklich bei Sven für diesen
gelungenen und intensiven Austausch.
Demokratiekonferenz – Fest der Demokratie – Welcome to Gaarden Eden
Die Partnerschaft für Demokratie in Kiel organisierte am 24. Mai 2025 ab 13 Uhr auf dem Vinetaplatz in Gaarden einen interkulturellen Umzug und Fest für Vielfalt, Offenheit und Zusammenhalt. Hunderte zogen gemeinsam durch den Stadtteil, um die bunte Gemeinschaft sichtbar zu machen und ein starkes Zeichen für eine offene Gesellschaft zu setzen. Ab 15 Uhr boten Mitmachaktionen, Workshops, Live-Musik und Begegnungsräume Austausch, gefolgt von einer Afterparty ab 22 Uhr in der Räucherei mit Wobadub Soundsystem.
Reinald Manthe hielt am 8. Juli 2025 um 19 Uhr in der Seeburg Kiel (Düsternbrooker Weg 2) einen Vortrag und Diskussion zu seinem Buch „Demokratie fehlt Begegnung“. Er plädierte für mehr soziale Nähe im öffentlichen Raum durch multifunktionale Orte, Allianzen aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie Beteiligung am Betrieb von Begegnungsräumen gegen Individualisierung und gesellschaftliche Entmischung. Themen waren Zukunftsängste, sinkendes Vertrauen und Irritation durch Diversität als Basis für Demokratie. Gemeinsam mit vielen Bündnismitgliedern der PFD Kiel und anderen lokalen AkteurInnen und Interessierten entstand ein reges Gespräch dass inhaltlich noch lange in Erinnerung blieb und die Arbeit vor Ort konstruktiv beflügelte. Das ganze wurde vom Offenen Kanal Kiel aufgenommen und kann hier noch einmal angesehen werden:
Roman Knižka und OPUS 45 führten am 4. April 2025 um 19 Uhr in der Petruskirche Kiel-Wik eine musikalische Lesung „Dass ein gutes Deutschland blühe…“ zum 80. Jahrestag des Zweiten Weltkriegsendes durch. Texte von Bertolt Brecht, Wolfgang Borchert, Margaret Bourke-White, Ruth Andreas-Friedrich, Stig Dagerman und Nelly Sachs schilderten das Trümmer-Deutschland 1945–1949: Hungerwinter, Schwarzmarkt, Vertriebene, Heimkehrer und kulturelle Neuanfänge. Musik von Beethoven, Eisler, Françaix, Ibert, Hartmann, Ligeti, Schostakowitsch und Strauss begleitete die 90-minütige Veranstaltung mit freiem Eintritt.
Die Partnerschaft für Demokratie Kiel und die Kieler Gesellschaft für Stadtgeschichte veranstalteten 2025 die musikalische Lesung „Ich wand’re durch Theresienstadt …“ mit Roman Knižka und dem Bläserquintett OPUS 45. Im Mittelpunkt steht Edith Erbrich, eine der wenigen überlebenden Kinder des Ghettos Theresienstadt, die als Zeitzeugin vom Alltag im „Vorhof der Hölle“ berichtet und gegen das Vergessen kämpft. Schauspieler Roman Knižka rezitierte Briefe, Gedichte und Erinnerungen von Inhaftierten, begleitet von bewegender Musik aus dem Lager. Die Veranstaltung begann mit einem Grußwort der Stadtpräsidentin Bettina Aust, Schülerinnen und Schüler der Kieler Humboldtschule wirkten mit. Im Anschluss bot Edith Erbrich ein persönliches Gespräch mit dem Publikum.
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2025 fand am 19. März in der Pumpe Kiel eine Veranstaltung unter dem Motto „Vielfalt feiern!“ statt. Die Partnerschaft für Demokratie war Mitveranstalterin dieses musikalischen Abends, der Livemusik von NATIVO und weitere Mitmachaktionen bot. Die Veranstaltung setzte ein starkes Zeichen für eine offene, vielfältige Gesellschaft und lud zum gemeinsamen Feiern, Austausch und zur Sensibilisierung für Antirassismus und Vielfalt ein. Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kamen zusammen, um Vielfalt zu erleben und zu stärken.
Die Partnerschaft für Demokratie Kiel organisierte gemeinsam mit der Jüdischen und der Türkischen Gemeinde 2025 die Veranstaltung „Musik, Essen und Schnacken“ in Kiel. Das interkulturelle Fest lud Menschen aller Herkunft ein, bei Essen und Musik ins Gespräch zu kommen und Begegnungen zu fördern. Ziel war der Abbau von Vorurteilen, Stärkung des Zusammenhalts und das feierliche Erleben kultureller Vielfalt in einer offenen Gesellschaft. Die Veranstaltung bot Raum für Austausch, gemeinsame Aktivitäten und knüpfte an die Themen Integration und Antidiskriminierung an.
Projekte 2024
Der Förderkreis Schauspiel und Sprache g.e.V. produzierte von August bis Dezember 2024 einen 30-minütigen Film zum Fetalen Alkoholsyndrom. Der Film zeigt Fakten in einfacher Sprache, lässt Betroffene sprechen und verarbeitet Erfahrungen theatralisch, um Prävention zu fördern. Er ist barrierefrei mit Untertiteln und wurde über YouTube der Schule für Schauspiel SH verbreitet – mit über 5.000 Aufrufen und positiver Resonanz bei Fachkräften, Betroffenen und Öffentlichkeit.
Kiel CREARtiv e.V. führte von September bis Dezember 2024 zwei dreitägige Workshops an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Ellerbek und der Toni-Jensen-Grundschule in Diedrichsdorf durch. Künstler*innen Deborah Di Meglio und Kati Luzie Stüdemann leiteten mit Kindern kreative Arbeiten, Rollenspiele und die Gestaltung eines Schwungtuches zu Vielfalt, Toleranz und Empathie. 41 Kinder wurden erreicht, Lehrkräfte bekamen Handouts, und Evaluationen zeigten bessere soziale Dynamik sowie langfristige Effekte wie mehr Teamgeist.
Kultursegler
Der Förderkreis Schauspiel und Sprache g.e.V. setzte von April bis Juni 2023 den Kultursegler – ein Segelboot mit digitaler Laufschrift – für 130 Stunden ein, vor der Europawahl und in der Kieler Woche. Texte zu Wahlen, Digitalisierung und Verantwortung wie „Fakten statt Fakes“ erreichten Tausende am Ufer und lösten Interaktionen in Social Media aus. Das Projekt schuf niedrigschwellige, generationenübergreifende Öffentlichkeitsarbeit für Demokratie in Kiel.
Der Förderkreis Schauspiel und Sprache g.e.V. brachte bis Dezember 2024 die schwarze Komödie „Commedia Herz und Leber“ durch die Schule für Schauspiel Kiel auf die Bühne. Aufführungen fanden im Januar und Februar 2024 kostenfrei im KulturForum Kiel statt und thematisierten Fluchtursachen, Machtmissbrauch und Ausgrenzung. 310 Teilnehmende diskutierten die Inhalte, Presse lobte den Humor, und 3.000 Flyer sorgten für Öffentlichkeitsarbeit.
Manuel Puderbach organisierte von Mitte bis Ende Dezember 2024 ein Weihnachtsfest am 17. Dezember und Workshops zur Raumgestaltung vom 27. bis 30. Dezember im Stadtteil Wik. Das Mitmachprojekt förderte friedliches Zusammenleben und baute Stigmatisierung gegen Sinti und Roma ab – durch Begegnung und kreative Gestaltung. 310 Teilnehmende schufen zwei dauerhafte Begegnungsräume mit positiver Resonanz und stärkerem Vertrauen, unterstützt durch Diakonie und Stadtteilnetzwerk.
Kiel CREARtiv e.V. führte von November 2023 bis Juli 2024 vier fünftägige Workshops an Grund- und Förderschulen durch, darunter an der Gerhart-Hauptmann-Schule. Mit Puppentheater, Sprachförderung und Austausch mit El Colmo Títeres aus Argentinien wurden DAZ-Kinder in Integration, Kreativität und Biodiversität gestärkt. Kinder überwanden Sprachhemmungen, Lehrkräfte lobten den nachhaltigen Effekt, und ein Methodenheft sichert die Fortsetzung.
Don´t forget Afghanistan organisierte am 10. Februar 2024 einen Informationsstand in der Kieler Innenstadt mit Gesprächen und Mitmach-Aktionen durch eine afghanische Menschenrechtsaktivistin und weitere Akteure. Am 11. Februar 2024 folgte im Kulturforum Kiel ein Kulturfestival mit Musik, Tanz, Theater, Redebeiträgen und afghanischem Essen, geleitet von afghanischen Künstlerinnen und Aktivistinnen. 600 Teilnehmende wurden zu Themen wie Lage in Afghanistan, Flucht, Asyl, Genderdiversität, islamistischer Radikalisierung und Muslimfeindlichkeit sensibilisiert – mit Fokus auf Toleranz, Vernetzung und Antidiskriminierung.
Grenzen sind relativ e.V. organisierte am 29. Juni 2024 während der Kieler Woche ein inklusives Bühnenprogramm auf der Rathausbühne. Menschen mit und ohne Behinderung traten gemeinsam als Künstler*innen auf, um Barrieren abzubauen, Vielfalt sichtbar zu machen und Werte wie Teilhabe und Antidiskriminierung zu fördern. Über 3.000 Personen wurden direkt erreicht, ergänzt durch mediale Sichtbarkeit, mit Fokus auf Rassismus- und Rechtsextremismus-Prävention.
Nicole Heinrich führte 2024 das dokumentarische Monodrama „Inside Stasi“ auf, das Mechanismen von Überwachung und Denunziation in der DDR am Beispiel der Stasi-Agentin Monika Haeger beleuchtet. Authentisches Material und Interviews mit Opfern zeigen, wie Ideologien zu Unrecht führten und warnen vor aktuellen Bedrohungen für Demokratie und Menschenrechte. Das Stück motivierte 50 Teilnehmende zur kritischen Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart.
Der ASTA der Christian-Albrechts-Universität Kiel veranstaltete am 8. Juni 2024 auf dem Uni-Gelände ein Festival mit Musik, Workshops und Talks zu Teilhabe, Diskriminierung und Toleranz. Initiativen und Gruppen informierten über zivilgesellschaftliches Engagement und warben für Demokratie an Hochschulen und in Kiel. Über 1.500 Studierende, Mitarbeitende und Öffentlichkeit wurden kostenfrei für Vielfalt und Antidiskriminierung sensibilisiert.
Die Willkommensinitiative Friedrichsort e.V. ermutigte von Juni bis Dezember 2024 geflüchtete Menschen in Kiel-Friedrichsort zu aktivem Engagement durch Begegnungen, Bildungsangebote und Workshops wie Nähmaschinenführerschein. Geflüchtete Personen brachten Kompetenzen ein, vernetzten sich und handelten selbstwirksam, unterstützt von ehrenamtlichen Aktionen und Netzwerken. 25 Personen wurden in Toleranz, Integration und Deeskalation gestärkt.
Aktion für Menschenrechte e.V. bot von Mai bis Oktober 2024 samstags und sonntags 50 Freizeit- und Bildungsangebote in Kiel-Gaarden für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund an. Filme, Spiele, Diskussionen zu Politik und Religion sowie Exkursionen zu KZ-Gedenkstätten und der jüdischen Gemeinde förderten Ambiguitätstoleranz und Prävention gegen Radikalisierung. 30 Teilnehmende und ihr Umfeld bauten Allianzen gegen Antisemitismus, Islamismus und Rassismus auf.
Der Förderkreis Schauspiel und Sprache e.V. setzte 2024 für 130 Stunden Schiffe und Uferanzeigen an der Kieler Förde ein, mit Fokus vor der Europawahl und in der Kieler Woche. Faktenbasierte Texte zu Wahlfreiheit, KI-Folgen und Rechten regten Tausende zum Nachdenken über Demokratie und Zusammenhalt an. Das mobile Format erreichte über 5.000 Personen niedrigschwellig und barrierefrei.
Kiel CREARtiv e.V. führte von November 2023 bis Juli 2024 vier fünftägige Workshops an Kieler Grund- und Förderschulen sowie in Preetz durch, inklusive Modellworkshop für eine DAZ-Klasse. Kinder bauten Vogelpuppen, erstellten Lapbooks und führten Theaterstücke auf, mit Zoom-Austausch zu argentinischen Künstler*innen. 15 Kinder mit Migrationshintergrund wurden in Sprache, Integration, Vielfalt und Umweltschutz gestärkt, ergänzt durch ein Methodenheft.
Kiel CREARtiv e.V. realisierte von September bis Dezember 2024 zwei dreitägige Workshops an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Ellerbek und Toni-Jensen-Grundschule in Diedrichsdorf. Künstler*innen Deborah Di Meglio und Kati Luzie Stüdemann leiteten 41 Kinder mit Migrationshintergrund in Kunstwerken, Rollenspielen und der Gestaltung eines Schwungtuches zu Toleranz und Empathie. Evaluationen zeigten verbesserte soziale Kompetenzen und Deeskalation.
Der Förderkreis Schauspiel und Sprache e.V. produzierte zusammen mit der Partnerschaft für Demokratie und Filmemachern von August bis Dezember 2024 einen Aufklärungsfilm zum Fetalen Alkoholsyndrom. Der Film sensibilisiert für Prävention und Sichtbarkeit von FASD in Kiel, wo Tausende betroffen sind. Er erreichte fortlaufend über 11.000 Aufrufe auf YouTube.
Die Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein e.V. organisierte von März bis November 2024 fünf Veranstaltungen in Kiel-Gaarden, darunter Vorträge, Diskussionen und Workshops zu Demokratie in türkischer und deutscher Literatur. Mehrsprachige Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene förderten Dialog und Vorurteilsabbau, in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde. 75 Personen wurden für Zusammenhalt sensibilisiert.
Alte Mu e.V. hielt am 18. Mai 2024 einen Aktionstag in der Alten MU mit Vorträgen, Workshops und Austausch zu Rechtspopulismus und Rassismus ab. Initiativen präsentierten Handlungsoptionen gegen rechte Hetze und bauten Vernetzungen aus. Unter 400 Teilnehmende wurden ermutigt, Demokratie und Vielfalt aktiv zu stärken.
ZBBS e.V. führte von August bis Dezember 2024 acht anonyme Einzelinterviews in Arabisch, Persisch, Tigrinya und Somali mit Migranten zu Mehrfachdiskriminierung durch. Gruppenleiter*innen analysierten intersektional und fassten Ergebnisse in einer Broschüre zusammen. Das Projekt sensibilisierte für Unterstützungsmöglichkeiten und verbesserte Leistungen für Betroffene.
Der Förderkreis Schauspiel und Sprache e.V. führte 2024 vier kostenfreie Aufführungen der Commedia „Herz und Leber“ durch die Schule für Schauspiel Kiel im KulturForum aus. Das Stück thematisierte Flucht, Rassismus und Ausgrenzung humorvoll für Jugendliche und Erwachsene. 310 Teilnehmende reflektierten demokratische Werte und Vielfalt.
Der Förderverein Hebbelschule Kiel brachte 2024 das Theaterstück „Nach Europa“ zweimal in der Schul-Aula auf die Bühne. Zwei Fluchtgeschichten reflektieren Demokratie, Frieden und Europa für Jugendliche ab 14 Jahren. Über 300 Schüler*innen wurden für Menschenrechte und politische Bildung sensibilisiert.
Angelika Neumann führte 2024 die Theater-Tanz-Performance „Greta und Wolf“ im Jungen Theater Kiel auf. Die Inszenierung zeigt Druck auf Klimaaktivistin Greta durch Industrie und Medien, mit Publikumsgesprächen zu Klimakommunikation und Demokratie. 130 Teilnehmende diskutierten gesellschaftlichen Zusammenhalt.
ZBBS e.V. startete ab 1. Dezember 2024 einen digitalen Adventskalender zum Thema Rassismus, gestaltet von Organisationen und Künstlerinnen des ZEIK. Tägliche Türchen regten zur Reflexion über Diskriminierung und persönliches Handeln an. Unter 400 Nutzerinnen wurden für Toleranz und Solidarität sensibilisiert.
Manuel Puderbach organisierte am 17. Dezember 2024 ein Weihnachtsfest im Zirkuszelt und vom 27. bis 30. Dezember Mitmachaktionen im Stadtteil Wik. Bewohner*innen einer Geflüchtetenunterkunft und Nachbarschaft gestalteten zwei Räume, um Stigmatisierung gegen Sinti und Roma abzubauen. 310 Personen schufen dauerhafte Begegnungsräume inklusiv und mehrsprachig.
PFD Kiel und Kooperationspartner*innen führten 2024 zahlreiche Workshops, Lesungen, Musik und Diskussionen in Kiel durch. Das Programm gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung erreichte Tausende. Es stärkte gesellschaftlichen Zusammenhalt in der multikulturellen Stadt.
PFD Kiel organisierte 2024 eine Demokratiekonferenz im offenen Barcamp-Format zu Rassismus, Integration und Vielfalt unter „Was braucht die Demokratie in Kiel?“. Vertreter*innen aus Ämtern, Zivilgesellschaft und Beratungsstellen diskutierten Herausforderungen. Über 40 Teilnehmende flossen mit Ergebnissen in die lokale Bedarfsanalyse ein und stärkten das Demokratie-Netzwerk durch Ideen und Impulse.
PFD Kiel unterstützte 2024 das Gründungstreffen des Bunten Bündnisses Dietrichsdorf gegen Vandalismus und Rechtsextremismus. Bürger*innen im Stadtteil einigten sich für Vielfalt und Toleranz. 80 Teilnehmende wurden beraten und vernetzt.
PFD Kiel brachte 2024 die Lesung „Heult leise, Habibis“ von Sineb El Masrar im Kulturforum Kiel. Die Autorin plädierte für rationale Stimmen gegen Spaltung, zu Feminismus, Migration und Antisemitismus. 300 Teilnehmende reflektierten Demokratie und Zusammenhalt.
Projekte 2023
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Aus aktuellem Anlass und dem sich nähernden Jahresgedenktag am 9.11 der Reichspogromnacht vom 9./10.11.1938 möchten wir Sie auf das, durch das Partnerschaft für Demokratie in Kiel geförderten Projekts der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Schleswig-Holstein e.V. in Kooperation mit dem Referat für Kultur und Kreative Stadt der Landeshauptstadt Kiel aufmerksam machen:

Das Foto des Chanukka-Leuchters und der Hakenkreuzfahne von 1931 von Rahel Posner, der Frau des damaligen Kieler Rabbiners, machte den Kieler Chanukka-Leuchter weltberühmt.
Im Rahmen der deutschlandweiten Kampagne #LichtZeigen, die der Freundeskreis Yad Vashem e. V. initiiert hat, ist eine Graphic Novella herausgebracht worden, auf deren Basis jetzt in Kiel ein Unterrichtskonzept erstellt wurde.
Am Beispiel der Geschichte der Kieler Familie Posner zeigt die Graphic Novella "Ein Licht am Fenster - die Geschichte einer Kieler Familie von Ali Fitzgerald" wie die Gräueltaten und Massenvernichtung des NS-Regimes jüdische Menschen verfolgte und zur Flucht nach Israel trieb.
Die Unterrichtskonzeption zur Ansprache von Kindern/Jugendlichen mit der Graphic Novella richtet sich ca. an die Jahrgangsstufe 8/9 und kann kostenfrei an Schulen oder zur Erinnerungsarbeit eingesetzt werden.
Das Konzept kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
https://www.politische-bildung.sh/shop/geschichte/ein-licht-am-fenster.html
Die Graphic Novella „Ein Licht am Fenster – Die Geschichte einer Kieler Familie“ von Ali Fitzgerald (©Freundeskreis Yad Vashem e.V.) kann per E-Mail in der gewünschten Anzahl bestellt unter der folgenden Email-Adresse bestellt werden:
kreativ@kiel.de
Falls Sie Unterstützung beim Einsatz des Unterrichtskonzepts wünschen, kommt der Autor zu Ihnen in die Schule und führt das Konzept im Rahmen einer der Erprobungsphase durch.
Dank der Förderung der Partnerschaft für Demokratie in Kiel stehen insgesamt zehn Termine für Schulen zur Verfügung. Bitte melden Sie sich dazu unter Angabe der Klasse/n und von zwei Terminen zur Auswahl per E-Mail an
nagelsoenkethore@gmail.com
Mehr über #LichtZeigen und die Arbeit des Freundeskreises Yad Vashem lesen Sie auf yad-vashem.de
ZBBS e.V., Partnerschaft für Demokratie, Heinrich-Böll-Stiftung und Kiel organisierten 2023 Kulturwochen Kurdistan. Ausstellungen, Konzerte, Theater und Kochkurse durch Kurden*innen thematisierten Diskriminierung, Angriffe und prekäre Lebenslagen. 20 Veranstaltungen sensibilisierten für Flucht, Asyl und Rassismus.
Kieler Jugendring e.V. öffnete 2023 das Rathaus für junge Menschen mit Programm zu Flucht, Asyl, Rassismus und Antidiskriminierung. Ehrenamtliche, Junger Rat und Referent*innen luden 30 Kinder zu aktiver Beteiligung ein.
Förderkreis Gemeinschaftsschule Hassee produzierte 2023 ein Imagevideo zu den Konfliktlotsen. Jährlich 20–30 Schüler*innen lernen Mediation in fünf Phasen für Pausenkonflikte. 30 Personen nutzen das Konzept für friedlichere Schule, Toleranz und Verantwortung.
Förderkreis Schauspiel und Sprache informierte 2023 Lehrkräfte über Theaterstücke wie „Chica Chica“. 50 Teilnehmende buchten Fortbildungen und pädagogische Begleitung für Extremismusprävention.
Förderkreis Schauspiel und Sprache bot 2023 Informationsveranstaltung zu „Auf Herz und Leber“ und „Chica Chica“ für Schulen. 50 Lehrkräfte lernten theaterpädagogische Ansätze zu Programmthemen.
ZBBS rief 2023 ein interkulturelles Theaterprojekt mit syrischen, palästinensischen, ukrainischen und russischen Mitgliedern ins Leben. Geschichten hinter vier Kieler Stolpersteinen und Playback-Theater beleuchteten NS-Opfer. 10 Jugendliche reagierten positiv und intensivierten Austausch.
Partnerschaft für Demokratie feierte 2023 während Kieler Woche die Demokratiekonferenz als Fest. Interkulturelle Musik, Speisen, Friedensfahnen und Demokratie-Spiele vernetzten niedrigschwellig. Banner „Demokratie braucht Freiheit – auch die Freiheit der Andersdenkenden“ erreichte 60.000 Besucher*innen am Bootshafen.
vergangene Jahre:
