Junger Rat demonstriert für eine weltoffene Gesellschaft

Unterstützt von der Partnerschaft für Demokratie in Kiel hat der Kinder- und Jugendbeirat Kiel am 16. September 2017 dazu aufgerufen, unter dem Motto „Kiel ist weltoffen“ für mehr Toleranz und Akzeptanz auf die Straße zu gehen und damit ein deutliches Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Gemeinsam mit weiteren Jugendverbänden wie der Sozialistischen Jugend, der Grünen Jugend, der Linksjugend und den Jungen Liberalen marschierten Hunderte vom Vinetaplatz in Gaarden zum Rathausplatz. Dass eine weltoffene, tolerante Jugend nicht nur in der Überzahl sondern auch lauter ist als die schrillste rassistische Phrase, haben die aktive Beteiligung und der positive Nachhall dieser Demonstration deutlich unter Beweis gestellt.

 

Partnerschaft für Demokratie in Kiel und FÖRDERKREIS SCHAUSPIEL UND SPRACHE FS&S g.e.V. werben gemeinsam für die Teilnahme an der Bundestagswahl

Im Auftrag des Projekts „Demokratie leben“, gefördert durch die Bundesregierung und die Landeshauptstadt Kiel, stach der Kultursegler der Schule für Schauspiel Kiel eine Woche vor der Bundestagswahl am 24.09.2017 in See. Ausgestattet mit einer vier Meter langen LED Laufschriftanzeige versorgte der kleine Segler mit großem Auftrag die Kieler Bürgerinnen und Bürger täglich von  11 Uhr bis 18 Uhr Förde auf-/ und abwärts mit Zitaten und Aufrufen, die an das demokratische Gut der freien Wahl und die Pflicht jedes Wahlberechtigten erinnern sollte, dieses Gut durch die Teilnahme an der Bundestagswahl aktiv zu erhalten und zu schützen.

„Demokratie heißt, die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt sein (Jeannine Luczak); „Die Würde des Menschen besteht in der Wahl“ (Max Frisch); „Wählen gehen ist wie Zähneputzen: Es ist lästig, aber wenn man’s nicht macht, wird’s braun“ (Hanna Jauer) …

Die stetig wechselnden Aufrufe zitierten große Literaten, Philosophen, Menschen des öffentlichen Lebens und Bürgerinnen und Bürger Kiels gleichermaßen und gaben humorvollen wie ernsthaften Anstoß, sich der eigenen Verantwortung bewusst zu werden und Demokratie aktiv mitzugestalten. Durch das spätsommerliche schöne Wetter wurde die Botschaft auf der Laufschriftanzeige tausendfach gesehen und hundertfach gefilmt oder fotografiert, von flanierenden und sitzenden Menschen am Ufer, auf den Fördedampfern, Kreuzfahrern, Fährschiffen und Oldtimern, von den Seglern- und Motorbootfahrern auf der Innenförde mit dutzendfachen positiven Rückmeldungen über Gestik und Mimik der Lesenden.

www.kultursegler-kiel.de

 

Lesung zur Matrosenrevolte 1917 im Kieler Rathaus

 

Die Stadt Kiel erinnert sich im kommenden Jahr an den Matrosenaufstand vom November 1918, der zum Ende des 1. Weltkrieges und des Kaiserreichs führte. Aber bereits im September 1917 verloren Mitglieder der Antikriegsbewegung unter den Marienematrosen ihr Leben: Obermatrose Max Reichpietsch und Heizer Albin Köbis. Am 100. Todestag dieser Persönlichkeiten der Matrosenrevolte 1917 erinnerten die Landeshauptstadt Kiel und der Verein TheaterMuseumKiel e.V. mit einer Lesung an die damalige Zeit. Am 05. September um 17 Uhr  gaben unter dem Titel „1917 – Aus Hunger zur Revolution“ der Schauspieler Siegfried Jacob (Theater Kiel), Kulturreferent Rainer Pasternak (Partnerschaft für Demokratie in Kiel), Norbert Aust (TheaterMuseumKiel e.V.) und Horst Stenzel (freier Schauspieler) auf dem Flur der Ratssaaltribüne intensive Einblicke in zeitgenössische Texte, Sammelbilder und Auszüge aus Tagebüchern und autobiographischer Schriften unter anderem von Gorch Fock, Joachim Ringelnatz und Theodor Plivier und vermittelten so über 50 interessierten Besuchern ein eindringliches Stimmungsbild der Kriegsmarine am Vorabend der 1918er Revolution.

Aufgrund der großen Nachfrage ist eine Wiederholung der Veranstaltung in Planung.